
Ort: PAMPLONA
Bereich: Das Pamploneser Becken
Km: 47
Verkehrsmittel: Auto
Pamplona ist eine moderne und einladende Stadt mit mittelalterlichem Charakter. Sie ist gepflegt und verfügt über ein umfangreiches kulturelles und gastronomisches Angebot.
Die Hauptstadt von Navarra liegt am Jakobsweg. Seit Jahrhunderten empfängt sie die Pilger an der Magdalena-Brücke, dem idealen Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Stadtmauer. Wir gehen zunächst durch das Francia-Tor in die Altstadt. Dort steht die gotische Kathedrale Santa María la Real, die im 12. - 15. Jh. erbaut wurde. Eine klassizistische Fassade schmückt den Bau mit einem sehenswerten gotischen Kreuzgang im französischen Stil.
In der Altstadt gibt es noch weitere interessante Gebäude zu sehen, darunter die Wehrkirchen San Nicolás und San Saturnino, die Stadtmauer, das Museum von Navarra, den Palast der Könige von Navarra, in dem heute das Generalarchiv von Navarra untergebracht ist, die San Fermín-Kapelle, die San-Lorenzo-Kirche, das Pablo-Sarasate-Museum, das Rathaus mit seiner Barockfassade, die Cámara de Comptos, das einzige gotische Zivilgebäude der Stadt, oder den Plaza del Castillo. Hier schlägt das Herz der Stadt, und Besucher können in den Straßencafés und Bars unter den Arkaden wie z.B. dem Café Iruña eine Pause einlegen.
Das Sanfermin-Fest und die Stiertreiben sind aufs Engste mit der Altstadt von Pamplona verbunden. Hemingway hat das Sanfermin-Fest weltberühmt gemacht. Vom 6. bis zum 14. Juli kommen jedes Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt nach Pamplona.
Die Strecke des Stiertreibens durch die Calle Santo Domingo, über den Plaza Consistorial, durch die Calle Mercaderes und die Calle Estafeta bis zur Stierkampfarena, in der die jungen Läufer ihre Kräfte mit den Stieren messen, kann man sich zu jeder Jahreszeit ansehen.
Ein Grüngürtel, der aus den Parks Media Luna, Taconera und Vuelta del Castillo bei der ehemaligen Zitadelle besteht, trennt die Altstadt vom modernen Pamplona. Wo einst eines der Bollwerke stand, wurden das moderne Kongresszentrum und eine Konzerthalle errichtet. In der Neustadt befindet sich der Yamaguchi-Park mit dem Planetarium.
Die Ortschaften rund um Pamplona, die im sogenannten Pamploneser Becken liegen, sind ebenfalls für Besucher attraktiv. In Alzuza steht das Museum des Bildhauers Jorge Oteiza. Das moderne Gebäude wurde von dem Architekten Sáenz de Oiza entworfen und zeigt das umfangreiche Werk des Künstlers sowie die Wohnung und das Atelier, in denen Oteiza viele Jahre seines Lebens verbrachte.
Im Pamploneser Becken gibt es auch romanische Architektur, z.B. die Kirchen von Gazólaz und Cizur Menor.
Gastronomie
In Pamplona findet man sämtliche typischen gastronomischen Produkte Navarras. Zu den bekanntesten zählt das Lamm aus dem Pamploneser Becken und, anläßlich des Sanfermin-Festes, die Gerichte mit Stierfleisch.
Weitere Spezialitäten der Hauptstadt und ihrer Umgebung sind die Chorizos, die sog. Rellenos (weiße Blutwurst), die Kaffeebonbons und Gebäck wie die Tortas de Txantixigorri und die Coronillas.
Nicht zu vergessen sind die Pinchos (kleine Appetithappen), Weine und Liköre, die in den Kneipen der Altstadt angeboten werden. Zur Mittagszeit und am Nachmittag können Sie sich den traditionellen "Poteo" (ein Glas Wein mit einem kleinen Snack) schmecken lassen.
Veranstaltungen
Der Name Pamplonas ist eng verbunden mit dem Sanfermin-Fest, dem internationalsten Fest Spaniens. Die Stiertreiben und Stierkämpfe, die Festvereine, der Chupinazo (Böller, der zur Eröffnung des Festes abgeschossen wird), die Prozession zu Ehren des Schutzpatrons und die übergroßen Figuren aus Pappmaché (bei der Comparsa de Gigantes) verwandeln die Hauptstadt von Navarra in ein Riesenfest, das am 6. Juli um 12 Uhr mittags beginnt und am 14. Juli um 12 Uhr nachts endet.
In Pamplona und im Pamploneser Becken wird auch der Karneval gefeiert. Weit bekannt ist der Karneval von Lantz, einem kleinen Dorf in ca. 20 Kilometer Entfernung von Pamplona. Die bekanntesten Figuren des Karnevals von Lantz sind Miel Otxin, Ziripot, die Txatxos, der Zaldiko, die Arotzak und der populäre Zortziko-Tanz.
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