
Bereich: Die Pyrenäen
Interessante Links:
Km: 80
Verkehrsmittel: Auto
Am Fuß der majestätischen Sierra de Aralar liegt Lekunberri, ein Ort mit zahlreichen Häusern in der traditionellen Bauweise der Gegend mit offen liegenden Quadersteinen an Ecken und Fenstern und mit Wappen auf den Fassaden. Inmitten der Altstadt steht die Pfarrkirche San Juan Bautista, ein einschiffiger Bau mit kreisförmigem Chor aus dem 18. Jahrhundert.
Lekunberri liegt an der Vía Verde del Plazaola, einem Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Bahntrasse der Strecke Pamplona-San Sebastián. Er führt von Mugiro bis nach Andoain, und man kann ihn mit dem Rad, zu Fuß oder zu Pferd zurücklegen.
In Lekunberri beginnt auch die Straße, die zur Sierra de Aralar hinaufführt. Aralar ist ein Karstmassiv, das sich zwischen Navarra und Guipúzcoa erstreckt. Bergsteiger und Wanderfreunde finden hier Angebote für Exkursionen. In Astita befindet sich die Mendukilo-Höhle. Die Besucher können ihre drei spektakulären Säle mit schönen Stalaktiten und Stalagmiten und einer Ausdehnung von 60 m Länge und 20 m Höhe bewundern.
Oben in den Bergen, in 1341 m Höhe, steht das Sanktuarium von Aralar, eine kleine dreischiffige Kirche mit drei halbkreisförmigen Apsen. In der Kapelle stehen die Barockfigur des Heiligen Michael und ein romanischer Altar aus dem 12. Jahrhundert. Er gilt als eines der wichtigsten Emaille-Kunstwerke Europas. Vom Sanktuarium aus genießt man einen herrlichen Ausblick auf das Arakiltal und die Sierra de Andía. In der Umgebung der Kapelle hat man herrliche Aussichten auf die Sierra de Andia und den Ausläufer des Arakil-Tals, von wo aus man über einen Fußpfad ebenfalls zur Kapelle gelangen kann. Nach der Durchquerung des Arakil-Tals gelangt man nach Etxarri Aranaz und zur so genannten Dolmen-Route.
Der Weg ist nach Leitza benannt, das für seine Kirche mit Vorhalle aus blaugrauem Stein, seine Elitesportler und seinen Stein-Museumspark Peru-Harri bekannt ist. Auch den Ortskernen von Uitzi und Gorriti mit ihren imposanten Herrenhäusern sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Der Windpark in Kornieta, zu dem man über einen Feldweg von der Usategieta-Anhöhe aus gelangt, bietet eine beeindruckende Aussicht auf die Umgebung mit von Berggipfeln umgebenen Weiden, Wäldern und Viehherden.
Das grüne Ultzama-Tal erreicht man von Pamplona aus auf der N-121-A und dann ab Ostiz auf der NA-411. Hier befindet sich der Wald von Orgi, ein 80 ha großer und über 4000 Jahre alter Eichenwald. Ein Teil des Waldes wurde als Erholungsgebiet freigegeben, um auf diese Weise den Naturschutz mit dem Freizeitwert in Einklang zu bringen.
Gastronomie
Die Spezialität der Bergtäler des Aralarmassivs ist der Schafskäse mit der DO Idiazabal. Das Gebiet dieser Ursprungsbezeichnung gehört teilweise zu Navarra und teilweise zu Guipúzkoa. Weitere typische Produkte der Gegend sind die Wurstwaren, das Rind- und Lammfleisch und der Apfelwein (Sidra).
Ehe man das Ultzamatal verlässt, sollte man unbedingt auch die hervorragende Cuajada (Quark) aus Schafsmilch oder, im Herbst, die köstlichen Steinpilze probieren.
Veranstaltungen
In Alsasua begeht man am 5. Februar Santa Águeda, das hauptsächlich von jungen Leuten gefeiert wird, und den Karneval, bei dem die traditionelle Figur des Momotxorro zum Einsatz kommt, sowie die Wallfahrt zur San Pedro-Kirche am 29. Juni und den Viehmarkt im September.
Uharte Arakil feiert am letzten Sonntag im August das Artzai Eguna-Fest (Schäfertag). Aus diesem Anlass findet alljährlich ein Schäferhunde-Wettbewerb statt, der für ganz Navarra ausgeschrieben wird, und ein Käsewettbewerb.
In Leitza ist der Ingurutxo-Tanz eine alte Tradition. Das ganze Dorf tanzt ihn beim Patronatsfest am 10. August. Der Ingurutxo-Tanz, ein Paartanz, ist der wichtigste Tanz Navarras.
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